Die Umsetzung des Ganztagsschulprogramms läuft auf vollen Touren. Eltern, Lehrer und Schüler spüren deutlich, dass sich etwas tut in unserem Land. Und sie beteiligen sich aktiv an der Neugestaltung ihrer Schule. Mitte dieses Jahres werden es schon 3.000 Schulen sein, die von dem Programm profitiert haben - und das in allen 16 Bundesländern.
Dabei geht es nicht allein um Baumaßnahmen, es geht vor allem um eine neue Qualität von Schule und Unterricht.
Alle Länder planen - nach ihren vorläufigen Vorhabenmeldungen - die vollständige Inanspruchnahme der Investitionsmittel des Bundes. Die praktische Umsetzung des Ganztagsschulprogramms vor Ort lässt jedoch erkennen, dass die Landesregierungen die Chance, durch das Programm notwendige Reformen im Bildungssystem ihres Landes anzustoßen, sehr unterschiedlich nutzen.
Ganztagsschulen - Zeit für mehr
Bild SchulkindMit dem Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" - einem der größten Bildungsprogramme, die es in Deutschland je gab - unterstützt die Bundesregierung die Länder mit insgesamt 4 Milliarden Euro beim flächendeckenden Auf- und Ausbau des schulischen Ganztagsangebots.
Ganztagsschulen bieten weitaus mehr als neue Öffnungszeiten: Raum für individuelle Förderung und für innovative pädagogische Konzepte. Ganztagsschulen - das bedeutet auch, gemeinsam und voneinander zu lernen, Freizeit kreativ zu gestalten - und mehr freie Zeit fürs Familienleben zu gewinnen.
Bessere Bildung und mehr Betreuung
Das Angebot mehr Ganztagsschulen einzurichten, ist eine wichtige und sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Schulangebot. In unseren Nachbarländern ist Ganztagsschule ein gängiges - und wie PISA gezeigt hat, auch oft erfolgreiches - Modell, dem wir uns nicht verschließen sollten.
Die Stärkung der Bildung von Kindern und eine besseres Betreuungsangebot sind wichtige politische Aufgaben der Zukunft, bei denen nicht vorrangig die Frage der formalen Zuständigkeit im Mittelpunkt stehen darf. Deshalb begrüßen wir das heutige Angebot der Bundesregierung an alle Bundesländer, gemeinsam im Rahmen einer Verwaltungsvereinbarung neue Ganztagsschulenplätze zu schaffen. Der finanzielle Anschub des Bundes von insgesamt vier Milliarden Euro soll die Bundesländer dabei unterstützen. Damit ist der erste Schritt für bessere Bildung und mehr Betreuung getan und damit ein neuer Weg zur Förderung und Unterstützung für Kinder und Eltern eröffnet worden.
06.09.2005
Ganztagsschulprogramm der Bundesregierung geht weiter:
17 Projekte in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg und Miesbach werden heuer mit insgesamt 10.064.900 Euro gefördert
Aus dem 4-Milliarden-Euro-Programm der Bundesregierung zur Förderung von Ganztagsschulen erhalten die Schulen jetzt Zuschüsse. "Das Kultusministerium hat jetzt endlich seine Hausaufgaben gemacht und die bereitstehenden Mittel abgerufen", teilte MdB Klaus Barthel mit. Besonders auffällig sei, dass die nun bewilligten Maßnahmen mit den bisherigen Planungen Bayerns, die dem Bundesbildungsministerium gemeldet worden waren, nur teilweise übereinstimmen.
"Das Ganztagsschulprogramm ist nicht nur eine sinnvolle Investition in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen", betonte Klaus Barthel, "es unterstützt auch die regionale Wirtschaft in Zeiten schwacher Binnenkonjunktur." Er freue sich für die betroffenen Schülerinnen und Schüler, die Schulen und die Kommunen.
Obwohl die Mittel vom Bund stammen, sei die praktische Umsetzung Aufgabe des bayerischen Kultusministeriums. Bayern lasse sich mit der Mittelweitergabe nicht nur extrem viel Zeit, aus den Gesamtzahlen lasse sich auch eindeutig eine unangemessene Zuweisung an Gymnasien ableiten. "Es liegt auf der Hand", kritisierte der Abgeordnete, "dass sich der Freistaat die Einführung des G8 vom Bund und den Kommunen bezahlen lasse und sich so seinen eigenen Verpflichtungen entziehe. Mit ihren monatlich neuen Zahlenspielen will das Kultusministerium nur davon ablenken und die einzelnen Schulen unter Druck setzen. Dieses Spiel zu Lasten der Jugendlichen und Kinder muss ein Ende haben."
Die Bundeszuschüsse in den einzelnen Landkreisen verteilen sich wie folgt:
Bad Tölz-Wolfratshausen
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Geretsried |
Gymnasium Geretsried |
874.000 Euro |
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Icking |
Günter-Stöhr-Gymnasium |
1.206.000 Euro |
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Icking |
Gymnasium Icking |
432.000 Euro |
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Lenggries |
St.-Ursula-Gymnasium Hohenburg |
873.000 Euro |
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Reichersbeuern |
Max-Rill-Schule |
102.8003 |
Starnberg
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Berg |
Montessori Biberkor |
2.000.000 Euro |
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Gilching |
Montessori Gilching |
13.100 Euro |
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Herrsching |
Hauptschule Herrsching |
885.000 Euro |
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Kempfenhausen |
Landschulheim |
1.068.000 Euro |
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Starnberg |
Gymnasium |
962.000 Euro |
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Starnberg |
Munich International School |
555.000 Euro |
Miesbach
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Holzkrichen |
Realschule Holzkirchen |
540.000 Euro |
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Miesbach |
Gunetzrhainer Realschule |
133.000 Euro |
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Tegernsee |
Gymnasium Tegernsee |
421.000 Euro |