24.03.10: Equal Pay Day - Jetzt handeln!
Am 26. März 2010 ist Equal Pay Day:
Lohnungerechtigkeit - jetzt handeln statt weitere Lippenbekenntnisse
Nach wie vor erhalten Frauen in Deutschland durchschnittlich 23 Prozent weniger Lohn als Männer. Das bedeutet bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 14,51 Euro im Jahr 2008 (Statistisches Bundesamt 12.11.2009), dass Frauen 4,39 Euro weniger verdienen. Und dies obwohl Frauen und Mädchen besser ausgebildet sind denn je.
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit weit abgeschlagen auf einem der hintersten Plätze, im Schnitt liegt der Lohnunterschied im Moment bei 18 Prozent in der EU. Klaus Barthel: „Es macht keinen Sinn weiter an die Privatwirtschaft lediglich zu appellieren, Entgeltgleichheit herzustellen. Das kann nur mit einer gesetzlichen Regelung funktionieren. 2009 hatte die SPD einen Gesetzentwurf für Entgeltgleichheit vorgelegt. Schwarz-Gelb lässt ihn lieber verstauben und versucht sich in Lippenbekenntnissen.“
„Damit sich etwas ändert“, so Klaus Barthel, „muss endlich eine Geschlechterquote in Aufsichtsräten eingeführt werden und ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft beschlossen werden.“
Der „Equal Pay Day“ wird heuer zum dritten Mal von einem Aktionsbündnis - u. a. die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Frauenrat (DF), der Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) und der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) - zur Abschaffung der ungleichen Bezahlung von Frauen und Männern veranstaltet. Der Termin des Aktionstags markiert den Zeitraum, den Frauen in Deutschland über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt zu kommen. Er findet 2010 am 26. März statt.
