12.06.07: Bahnübergang Hausham wird Chefsache
Staatssekretärin Karin Roth bei Ortstermin:
Bahnübergang Hausham wird Chefsache
Das Bundesverkehrsministerium hat sich aktiv in die verfahrene Situation am Bahnübergang Hausham eingeschaltet. Bei einem Lokaltermin am vergangenen Sonntag, zu der Bundestagsabgeordneter Klaus Barthel (SPD) eingeladen hatte, sicherte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Karin Roth, zu, „sofort die nötigen Schritte einzuleiten“, den Übergang kreuzungsfrei umzubauen. Dabei strebe der Bund eine Fertigstellung schon 2009 an.
„Es kann nicht sein“, so die Staatssekretärin, „dass eine Bundesstraße rund 30 Minuten pro Stunde faktisch gesperrt ist“. Selbst an einem relativ ruhigen Sonntagabend habe sie sich von den unhaltbaren Zuständen in Hausham überzeugen können. Zusammen mit der von der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) angestrebten Taktverdichtung auf der Strecke gebe es genug Gründe, den Bahnübergang kreuzungsfrei als zukunftsorientierte Dauerlösung umzubauen. Die Mehrkosten für den Bund bzw. die Bahn seien mehr als gerechtfertigt. Ob dann letztlich die Bundesstraße oder die Schiene unterquert würde, sei eine zweitrangige technische Frage, die im Rahmen des Verfahrens zu klären sei.
Ortsbesichtigung Bahnübergang Hausham:
Hans Pawlovsky (SPD-Unterbezirksvorsitzender), Klaus Barthel MdB, Sepp Grill (SPD-Ortsverein Hausham), Thomas Danzer (SPD-Gemeinderat Hausham), Heino Seeger (Geschäftsführer BOB), Karin Roth (Parl. Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium), Karl-Heinz Matjas (2. Bürgermeister Hausham), Peter Wagner (SPD-Gemeinderat Hausham) und Robert Huber (SPD-Landratskandidat)
MdB Klaus Barthel, BOB-Geschäftsführer Heino Seeger, Zweiter Bürgermeister Karl-Heinz Matjas, SPD-Landratskandidat Robert Huber, Gemeinderäte und Vertreter der Haushamer SPD erörterten mit Karin Roth ausführlich die zahlreichen Beinaheunfälle und das bisher ergebnislose Hin und Her zwischen den beteiligten Behörden und der Deutschen Bahn AG. Eine ursprünglich vereinbarte Lösung war am Einspruch des Eisenbahnbundesamtes gescheitert, das erhebliche Sicherheitsbedenken gegen die Umbaupläne der Bahn und der Straßenbehörden angemeldet hatte. „Ein kreuzungsfreier Übergang ist die dauerhafteste und vernünftigste Lösung“, waren sich alle Anwesenden einig.
Unterstützung sicherte die Staatssekretärin auch beim zweiten Lokaltermin am Bahnübergang Schliersee zu. Das Ministerium werde sich auch hier einschalten und prüfen, was zur Entschärfung der Situation getan werden kann. Klaus Barthel war in den letzten Wochen immer wieder im Bundesverkehrsministerium vorstellig gewesen und hatte auf eine schnelle und sachgerechte Entscheidung gedrängt, nachdem erkennbar wurde, dass die vor Monaten gemachten großen Zusagen der zuständigen Behörden und der DB Netz AG erneut in einer Sackgasse gelandet waren.
