Gerster als Sprachrohr für Lohndumping – eine Fehlinvestition
Zu den Behauptungen, der Post-Mindestlohn gefährde Arbeitsplätze, erklärt der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Barthel, MdB:
Die Entwicklung der letzten zehn Jahre der schrittweisen Liberalisierung des deutschen Postmarktes hat gezeigt: Durch Lohndumping ist kein einziger Arbeitsplatz entstanden. PIN AG, TNT, Jurex und andere haben ihre Angebote darauf konzentriert, bereits vorhandene Produkte billiger anzubieten als die Post. Irgendetwas Neues oder Kreatives war nicht dabei. Der Postmarkt schrumpft weiter. Von neuer Dynamik, mehr Service und neuen Angeboten ist längst nicht mehr die Rede.
So haben die bei den neuen Wettbewerbern entstandenen Arbeitsplätze nur andere verdrängt. Zu deutsch: Lohndumping-Arbeitsplätze kannibalisieren anständig bezahlte. Dieser Abwärtsspirale sind jetzt klare Grenzen gesetzt. Jetzt kann sich zeigen, wer ein Unternehmer ist. Herr Gerster, der jetzt Lohnsteigerungen von 50 Prozent bei den Wettbewerbern prophezeit, gibt damit erneut zu, wie die Lage ist: 6 Euro Hungerlohn sind Realität - und nach Recht und Gesetz schon jetzt Lohnwucher.
Nachdem er den Kampf für die Beibehaltung von Hungerlöhnen verloren hat, steht hauptsächlich ein teurer, unproduktiver Arbeitsplatz auf dem Spiel: sein eigener. Dafür kann man mindestens ein Dutzend Briefträger in Vollzeit einstellen – das neue Modell für den Wettbewerb.
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Presse 2007
