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MdB Klaus Barthel zu Postfilialen im Tal:

„Vorsicht mit den Halbwahrheiten!
Rechtslage zwingt zum flächendeckendem Angebot“

Zu den Berichten über mögliche Filialschließungen im Tegernseer Tal erklärt MdB Klaus Barthel:

„Tatsache ist, dass am 1. Januar 2008 die Verpflichtung für die Post ausgelaufen ist, eine bestimmte Zahl von Filialen selbst zu betreiben. Dies hat die CSU mit Wirtschaftsminister Glos innerhalb der Koalition gegen den Widerstand der SPD durchgesetzt – zu diesem Zeitpunkt ohne zwingenden Grund.

Tatsache ist aber auch, dass einerseits den Beschäftigten andere gleichwertige Arbeitsplätze angeboten werden müssen, andererseits aber auch den Kunden eine Alternative mit dem vollen postalischen Pflichtenkatalog angeboten werden muss.

Dies gilt für jede Gemeinde mit mindestens 2000 Einwohnern. Dort darf im bebauten Wohngebiet niemand mehr als 2000 Meter Wegstrecke zur Post haben.

Dies gilt – anders als in einem Pressebericht behauptet – auch für die Gemeinde Kreuth.

Sollte sich, beispielsweise aus bau- oder planungsrechtlichen Gründen oder wegen der bekannt miserablen Geschäftsbedingungen der Post, keine Partnerbetrieb für eine Postfiliale finden, so muss also die Post selbst vor Ort bleiben .

Zu einem gewissen Teil liegt es also auch an den jeweiligen Gemeinden und den Geschäftsleuten im Ort, ob die Post da bleibt.