30.04.08: S-Bahn nach Geretsried muss kommen!
S-Bahn nach Geretsried muss kommen!
Klaus Barthel, MdB: „Die S-Bahn nach Geretsried ist eine unverzichtbare Zukunftsinvestition für das Oberland – eine Investition in Infrastruktur, Mobilität und Klimaschutz. Jetzt müssen die vollmundigen Wahlversprechungen der neuen Bürgermeister und des Landrats eingelöst werden.„
Die S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried und damit in die größte Stadt des Landkreises ist eine unverzichtbare und unaufschiebbare Zukunftsinvestition für den Landkreis und das gesamte Oberland. Sie sichert und verbessert die Infrastruktur einer ganzen Region. Sie ermöglicht angesichts steigender Spritpreise und angesichts der Erfordernisse des Klimaschutzes zigtausenden Schülern und Pendlern Mobilität im Großraum München. Sie ist auch eine der wenigen greifbaren Chancen zur Verkehrsentlastung der Städte Geretsried und Wolfratshausen.
Die nun bekannt gewordenen möglichen Kostensteigerungen dürfen auf keinen Fall zu einer weiteren Verzögerung des seit Jahren überfälligen Projekts führen.
- Es muss mit allem Nachdruck geklärt werden, woher jetzt plötzlich nach der Kommunalwahl die Kostenexplosion kommt und welche Einsparmöglichkeiten (z.
B. bei Brückenbauten) es gibt.
- Die Städte Geretsried und Wolfratshausen müssen sich über eine Kostenbeteiligung verständigen für Maßnahmen und Einrichtungen, die zwar für die S-Bahn entbehrlich, aber aus stadtplanerischen Gründen erforderlich sind. Auffallend dabei: Die Kosten für die Tieferlegung der Sauerlacher Straße (136 Mio. Euro) und der S-Bahn (147,6 Euro) scheinen inzwischen relativ nah beieinander zu liegen.
- Die bayerische Staatsregierung muss nachweisen, dass sie dazu bereit ist, die 490 Mio. Euro, die sie für den Transrapid aufwenden wollte, in wesentlich sinnvollere und notwendigere Verkehrsprojekte zu investieren. Die S-Bahn nach Geretsried und die zweite Stammstrecke in München kommen einer viel größeren Zahl von Menschen zugute als das gescheiterte Prestigeobjekt zum Münchner Flughafen.
Hier könnte der Stimmkreisabgeordnete Stoiber, jetzt frei von übergeordneten Rücksichtnahmen, seinem Stimmkreis ein Abschiedsgeschenk machen, das im Unterschied zum Transrapid wenigstens Sinn ergeben würde.
