Klaus Barthel, MdB

02.02.09: Insolvenz Geiger technologies


Klaus Barthel, MdB, zur Insolvenz von „Geiger technologies“ in Garmisch-Partenkirchen:

Als „bitteren Tag für die ganze Region“ bezeichnet Klaus Barthel, MdB, den heutigen Montag, an dem der Autozulieferer Geiger mit Sitz in Garmisch-Partenkirchen in die Insolvenz gegangen ist.
„Hier wird auf dem Rücken der Arbeitnehmer in einem an sich leistungsfähigen Unternehmen taktiert und spekuliert“, so Barthel.

Der Abgeordnete erklärt zu diesem Vorgang weiter:

Anstatt alle Möglichkeiten zu prüfen und mit allen Kräften an einem Strang zu ziehen, hat die CSU die Krise des Unternehmens auch noch zu billiger Profilierung benutzt. Staatssekretärin Wöhrl, der Abgeordnete Dobrindt und die anderen exklusiv eingeladenen Teilnehmer des „Geiger-Gipfels“ Mitte Dezember müssen sich fragen lassen, was sie eigentlich getan haben, außer schlaue Reden zu halten.

Das Bundeswirtschaftsministerium mit den CSU-Politikern Glos und Wöhrl an der Spitze und das FDP-geführte bayerische Wirtschaftsministerium laufen seit Tagen dem milliardenschweren Schaeffler-Imperium mit Staatsgeldern hinterher, aber um Geiger und ähnlich gelagerte kleinere Unternehmen kümmern sich die selbsternannten Mittelstandsvertreter nicht.

Jetzt kommt es darauf an, dass ein möglicher Investor gemeinsam mit Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaft die Möglichkeiten nutzt, die durch die direkten und indirekten Hilfen des Staates geboten werden, damit nicht unter hohen betrieblichen und volkswirtschaftlichen Kosten weitere gewerbliche Arbeitsplätze aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen verschwinden.

Hier gäbe es für den bayerischen Wirtschaftsminister Zeil viel zu tun – erinnert sei hier an seine Ankündigung vom November 2008, Geiger zur „Chefsache“ zu machen. Die bisherigen Abläufe im Fall Geiger sind jedoch wenig geeignet, das Vertrauen in seinen „neuen Politikstil“ zu stärken.