16.01.09: Treffen mit der BI Pro Umfahrung Starnbe
Presseinformation
Treffen des Vorstands der Bürgerinitiative „Pro Umfahrung - Contra Amtstunnel“
mit Herrn Klaus Barthel, MdB, am 16. Januar 2009
Die Bürgerinitiative traf sich mit Herrn Barthel zu einem Gedankenaustausch zum Thema Verkehrsprobleme und deren Lösung in Starnberg.
Der Standpunkt der BI wurde dargestellt: Die Verkehrsprobleme in der Stadt können durch den planfestgestellten Tunnel nicht gelöst werden. Im Gegenteil, die Stadt wird durch diverse notwendige Bauwerke unnötig belastet und der Abluftkamin auf dem Schloßberg streut seine Abgase ungeschützt über alle Einwohner. Im Gegensatz dazu könnte die Umfahrung alle Verkehrsströme aufnehmen und an der Stadt vorbeiführen.
Wenn der von der Stadtspitze favorisierte Tunnel und die geplante Westumfahrung realisiert werden sollten, wird der Verkehr zwischen A 95 und A 96 nach wie vor ungehindert durch Starnberg rollen, z. T. im Tunnel und zum Teil auf der jetzigen Hauptstraße.
Hinzu kommt, dass die Westtangente in der jetzt geplanten Form ihren Verkehrsstrom unmittelbar in die Wohngebiete am Südportal des Tunnels einschleusen muss. Fahrzeuge aus Weilheim (B 2) und der Autobahnverkehr von Gilching werden sich hier treffen.
Herr Barthel konnte gut nachvollziehen, dass es sich hier um eine ausgesprochen schwierige Verkehrssituation handle. Er habe sich immer schon darüber gewundert hatte, dass bereits in einer sehr frühen Phase Alternativen zum Tunnel kaum noch in Erwägung gezogen worden sind.
Allerdings wies er darauf hin, dass es zum jetzigen Zeitpunkt kaum noch möglich ist, dies in überschaubarer Zeit nachzuholen – und dass die Verkehrssituation in Starnberg wirklich zum Handeln zwinge.
Er zeigte sich überrascht, dass der Starnberger Stadtrat am 15.12.08 - auf Drängen des Bürgermeisters - den B2-Tunnel in der jetzt geplanten Form abgesegnet hat, ohne die - nach seinem Wissen - von der Parlamentarischen Staatssekretärin Karin Roth beim Straßenbauamt Weilheim in Auftrag gegebenen Optimierungen an den Tunnelenden abzuwarten.
Er widersprach Äußerungen der Stadtspitze, wonach der Tunnel eine Festlegung des Bundes sei. Auch Staatssekretärin Roth habe bei ihrem Besuch im September 2008 öffentlich erklärt, dass die gegenwärtige Führung ihres Ministeriums nichts gegen den Willen der Stadt und ihrer Bürger erzwingen werde!
Die Planungen und Entscheidungen liegen also in der Hand der Stadt und der zuständigen Behörden des Freistaates Bayern, solange die rechtlichen Vorgaben des Bundes eingehalten werden.
Albert Schulz
