27.04.09: Arbeitsplatzsituation bei Hoerbiger
27.04.2009
Arbeitsplatzsituation bei Hoerbiger, Penzberg
Klaus Barthel, MdB, antwortet auf Offenen Brief des Betriebsrates
Miesbach/Penzberg – In großer Sorge um den Standort Penzberg, die Arbeitsplätze, die Zukunft der Beschäftigten und ihrer Familien, hatte sich der Betriebsrat von Hoerbiger, Penzberg, in einem Offenen Brief an wichtige Politiker gewandt.
Klaus Barthel beantwortet das Schreiben umgehend und sagt volle Unterstützung zu:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihren Offenen Brief. Zunächst möchte ich Ihnen zu Ihrer Aktion gratulieren, sich für die Rettung der Arbeitsplätze bei Hoerbiger jetzt auch an die Öffentlichkeit zu wenden.
Ihre Anliegen und Argumente sind nachvollziehbar und werden von mir geteilt.
Wie Sie wissen, hat die Große Koalition auf Betreiben der SPD eine Reihe von Instrumentarien geschaffen bzw. verbessert, um leichter mit Problemen, wie wir Sie jetzt bei Hoerbiger erleben, umgehen zu können. Darüber haben wir auch vor kurzem erst bei einer Veranstaltung in Iffeldorf öffentlich informiert. Vor allem geht es dabei um verbesserte Bedingungen für Kurzarbeit und Qualifizierung sowie um den „Rettungsschirm für Unternehmen“ mit Krediten und Bürgschaften für alle Unternehmen, die mit Krisenfolgen zu kämpfen haben.
Wie ich Ihrem Brief entnehme, soll ja ein Konzept erstellt werden, das auf diese Instrumente zugreift.
Gerne bin ich bereit, mich an diesbezüglichen Gesprächen zu beteiligen und/oder direkt zu einem Gespräch mit Ihnen, dem Betriebsrat und der IG Metall zu kommen.
Dass ich mich im übrigen für eine Korrektur der einschlägigen Hartz-IV-Regelungen und ein Nicht-Inkrafttreten der Rente mit 67 einsetze, wissen Sie wahrscheinlich. Dementsprechend habe ich stets abgestimmt und werde weiterhin für diese Überzeugungen kämpfen.
Ich teile auch Ihre Argumente zur regionalen Wirtschaftsstruktur. Wir dürfen nicht hinnehmen, dass Penzberg und die anderen Standorte im Landkreis weitere industrielle Arbeitsplätze (und Penzberg weitere Metallarbeitsplätze) verlieren.
Insofern hat Ihr Engagement auch besondere Bedeutung für bestimmte Alters- und Bevölkerungsgruppen, aber auch für unsere ganze Region.
Ich wünsche Ihnen großen Erfolg!
Und ich bin gerne bereit, das Meine dazu beizutragen.“
